Endlich wieder ein Motorrad

Endlich wieder ein Motorrad 1000 750 Michael

Meine gute 990er ist wieder zurück. Auch wenn sie 2018 verkauft werden soll bin ich doch froh, dass ich endlich wieder ein Motorrad in der Garage habe. Aus dem Anlass gibt dann auch gleich mal einen neuen Vorderreifen und weil Sie jetzt die einzige Dame in meinem Leben ist muss auch ein Ganzjahreskennzeichen dran.

Kurze Zeitreise warum war sie den weg und warum fast ein halbes Jahr?

Der Unfall

Nach dem Schweizer HU hat mir einer der Eidgenossen die Vorfahrt genommen. Ich war hinter einem PKW auf gerade Straße unterwegs. Kurz nach dem Ortsausgang kam eine Tankstelle. Der Verursacher hat zwar das Auto vor mir gesehen, mich aber nicht. Er biegt nach links ein. Das meine Vollbremsung nicht reicht merke ich schnell und weiche aus. Leider zu spät, ich erwische ihn mit dem Sturzbügel am Heck. Gegenlenken Moped unter Kontrolle und genervt anhalten. Von dem Gegenverkehr dem ich ohne dessen Ausweichmanöver ins Auto gedonnert wäre habe ich nicht einmal was bemerkt. An meinem Motorrad sieht man:

  • Kratzer, der Blinker ist abgerissen,
  • der Sturzbügel ist verbogen,
  • die Sturzbügeltasche ist zerrissen,
  • das Nutellaglas in der Sturzbügeltasche ist heil geblieben.

Das Auto sieht dagegen ziemlich übel aus.

  • Die Stoßstange ist zur Hälfte abgerissen
  • diverse Gewindenieten sind rausgerissen das Blech ist verbogen,
  • die Heckklappe hat eine Beule von meinem Lenker

Wir vereinbaren dass die Polizei kommt und den Unfall aufnimmt. Mir ist etwas unwohl wegen des schlechten Vorderreifens. Nachdem aber alle Anwesenden – mich eingeschlossen – verwundert sind dass ich nicht gestürzt bin sehen die Polizisten darüber hinweg. Beim anschließenden Nachhauseweg werde ich noch geblitzt. Der Spaß kostet mich wegen 6km/h 100€ als wäre es nicht schon genug Pech an dem Tag gewesen.

Der Ärger mit der Versicherung

Der Erstkontakt zur Versicherung ist unproblematisch. Schon die Tatsache das 2 Versicherungssachbearbeiter einer auf deutscher und einer auf schweizer Seite im Spiel sind macht mir Gedanken. Mitte September geht mein Motorrad zu KTM-Müller um das Schadensgutachten erstellen zu lassen. Wie befürchtet ist der Rahmen verbogen. Gesamtschaden fast 3500€.  Klasse mir wäre kein Rahmenschaden und wenn dann Totalschaden lieber gewesen. Ohne Schadenanerkennung geht es aber ohnehin nicht weiter. Im 2 Wochentakt rufe ich die gute Frau von der Versicherung an und es tut sich einfach nichts. Ohne den Polizeibericht keine Schadenanerkennung. Anfang November ist es mir dann zu bunt. Ich rufe die Schweizer Polzei an. Man darf mir keine Auskunft zu Status geben erklärt mir aber den Ablauf.

  1. Der Unfall wird aufgenommen
  2. Der Polizist schreibt den Bericht
  3. Der Bericht geht an ein Amt dessen Namen ich nicht mehr weiß
  4. Dort urteilt ein Richter wer Schuld war
  5. Der beurteilte Bericht wird im Archiv des Amts angelegt.
  6. Der Anwalt der Versicherung fordert den Bericht ein
  7. Der Bericht geht über den Anwalt zum Versicherungssachbearbeiter

Im ersten Moment denke ich mir noch hätte ich nur nicht auf die Polizei bestanden. Über die Sachbearbeiterin der Deutschen Auslandschadensabteilung fordere ich die Nummer des Schweizer Sachbearbeiters. Von diesem bekomme ich dann erstmal die Info das der Verursacher angab er wisse nicht ob er Schuld sei. Jemandem vor mindestens 6 Zeugen die Vorfahrt zu nehmen, dann noch behaupten man weiß nicht ob man Schuld sei, ist der Gipfel. Wenigstens hat sich jetzt die Polizei gelohnt. Zufällig ist der Polizeibericht dann auch in der „heutigen“ Post. Die Reparaturfreigabe kommt trotzdem erst bei KTM Müller an, als man dort nochmal auf mein Drängen auf die Versicherung zugeht.

Die Reparatur

Mitte Dezember sind dann alle Teile da. Eis, Schnee, Salz jetzt drängt es auch nicht mehr. Danke an der Stelle nochmal an Roland der mir die Bilder gemacht hat. Wen man in einem Jahr beide Motorräder die man besitzt in alle Einzelteile zerreißt ist das doch dokumentationswürdig. Respekt an die Mechaniker von KTM-Müller. Das wieder zusammenzubekommen ist nicht ohne.

1 Kommentar
  • Tom Landes

    Hey ihr beiden, viele Grüße vom Motorradpärchen auf der Fähre nach Dover. Ja Wahnsinn wie ihr unterwegs seid. RESPEKT ! und auch neidisch.
    Wir sind wieder heile in Landshut angekommen. Haltet England sauber vielleicht sieht man sich ja mal wieder.
    Grüße Ronja und Tom

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